Mit diesem Umhänge-Keyboard hat Korg ein unheimlich
schönes und unheimlich unpraktisches Gerät auf den
Markt gebracht.
Obwohl es eine Menge an negativen Punkten um sich versammelt,
kann man es durch einige Aufwertungen prima für die Bühne
verwenden (ich kann jeden nur bedauern, der als Keyboarder noch
nicht das Erlebnis hatte, während des Solos vorne am Bühnenrand
zu stehen).
Neupreis bei Markteinführung: 762 € (gebraucht
ab ca. 200 €)
Dort steht zwar als Gehäuse DIL-20, dies ist aber nur
ein Druckfehler. Der Wandler hat das korrekte Gehäuse DIL-28!
Da dieser Ersatzwandler auch schon recht lange hergestellt
wird, kann ich nur dringend zum Kauf für die Ersatzteilkiste
raten.
Denn auch mit dieser Produktion ist irgendwann einmal Schluss...
Beim Auslöten des alten ICs sollten die Pins direkt
am IC-Gehäuse abgeschnitten und dann einzeln ausgelötet
werden, um die doppelseitige Platine nicht zu beschädigen.
In die Platine sollte ein niedriger IC-Sockel mit gedrehten,
vergoldeten Kontakten eingelötet werden, denn so ist der
Wandler bei eventuell erneutem Ausfall sehr einfach zu wechseln.
Senden mit maximaler Velocity
Das RK100 sendet von Haus aus nur mit halber Anschlagstärke.
Viele Sounds verlangen aber nach maximaler Velocity.
Abhilfe schafft eine kleine Schaltung (passt in eine Schraubenschachtel
und kostet ca. 8 €), die wahlweise in die MIDI-Verkabelung
eingeschliffen oder in das Keyboard eingebaut wird.
Der Aufbau der Version für Kabelbetrieb sieht billig aus,
aber er funktioniert und kostet so gut wie nichts. Außerdem
verschwindet das Gerät bei mir im Keyboard-Rack.
Wer will, der kann sich ja ein vernünftiges Gehäuse
drumherum bauen.
Die Daten in Kürze:
Umsetzung der Velocity auf 127
(optional auch umschaltbar auf 64 oder 96)
Ausfilterung des Active Sensing
(optional)
Materialkosten ca. 8 €
kann samt Buchsen in eine kleine
Kunststoffschachtel für Schrauben eingebaut werden (45x55x25mm)
keine eigene Stromversorgung der
Kabelversion (wird aus dem MIDI-Kabel versorgt!)
Sollte ein Fehler in der Version für Kabelbetrieb eingebaut
werden, wird im schlimmsten Fall nichts funktionieren.
Die Einbauversion ist natürlich die elegantere Lösung,
aber:
UMBAU AUF EIGENE GEFAHR!!!
Bei Fehlern in der Einbauversion können Schäden
am Keyboard auftreten!
Quellcode
(Es ist wohl klar, dass die Rechte bei mir liegen!)
Der Controller kann auch über meinen Programmierservice
programmiert werden.
Ersatztaster gibt es bei (wer
hätte das gedacht?) Conrad
Electronic für 0,30 € unter
der Bestellnr. 70 04 60-66
Anpassung der Abmaße
an einen handelsüblichen Gitarrenkoffer
Der Kopf des Halses lässt sich an der im Bild gezeigten
Stelle absägen, so dass das Keyboard nach Schleifen und
Politur des Schnittes mit Wachs ohne optische Nachwirkungen in
einen normalen Gitarrenkoffer passt.
Die Wachsbehandlung gilt nur für das Walnussgehäuse!
Die farbigen Gehäuse müssen statt dessen eine Nachlackierung
mit anschließender Politur haben!
1-Kabel-Betrieb über ein
externes Netzteil mit MIDI-Buchse.UMBAU AUF EIGENE GEFAHR!!!
Im
Netzteil sind 220V Netzspannung. Falls Ihr nicht genau wisst,
wie man damit umgeht, geht zu einem Fachmann!
Spannungen in dieser Höhe sind tödlich!!!
Der Trick ist genauso simpel wie gut: Im MIDI-Kabel sind bereits
+5V, Masse und das MIDI-Signal vorhanden.
Durch Verlegung des 220Ohm Abschlusswiderstandes des MIDI-Out
in das Netzteil kommt man also mit einem 3-poligen Kabel völlig
aus. Durch Ersetzen der Buchsen am Keyboard und am Netzteil durch
XLR-Buchsen kann jedes beliebige 1 zu 1 verdrahtete XLR-Mikrofonkabel
verwendet werden.
Am Keyboard beschränkt sich der Umbau auf Ersetzen der MIDI-
und Netzteilbuchse durch eine XLR-Buchse male und die Überbrückung
des Widerstandes R2 auf der Platine KLM-618.
Das Schaltbild des Netzteiles ist relativ einfach gehalten
und die Bauteile sind für ein paar DM erhältlich. Eingebaut
wird das ganze in ein Kunststoffgehäuse. Die Schaltbilder
des Umbaus findet Ihr auf einer gesonderten Seite.