Auf YouTube habe ich heraus gefunden, dass die berühmte
Laserharp nie zufriedenstellend funktionierte und der Sound vom
Sequenzer eingespielt wurde.
Wer es nicht glaubt, kann sich dort selber ansehen, wie die
Laserharp sämtliche Spielfehler des Bedieners ganz locker
"übersieht". ;-)
Aus diesem Grund bin ich nicht gerade wenig stolz, den offensichtlich
weltweit einzigen fehlerlos funktionierenden Controller dieser
Art entwickelt zu haben.
Und Aftertouch hat er auch! So. Ellerbätsch!! :-)
Aber jetzt ist genug mit Weihrauch. Hier der Controller inklusive
aller Pläne zum Nachbau:
Das Lightboard ist die konsequente Weiterentwicklung aus
dem Sensorboard GLA und dem analogen Infrarot Sensor.
Dieser MIDI Controller besteht aus12 dynamischen IR-Sensoren,
wovon 8 zum Spielen von Tönen und 4 für Controller
eingesetzt werden.
Durch optische Fokussierung ist das Gerät schon ab ca.
40 cm über den Sensoren sicher spielbar.
Für einen hohen optischer Effekt werden die IR-Sensoren
von 12 farbigen Halogenlampen "unterstützt" (Showeffekt).
Der "Sachschaden" beläuft sich auf ca. 300
Euro, was für so ein ausgefallenes Teil sicher nicht zu
viel ist.
Für einen besseren Eindruck habe ich einen AVI
Film erstellt (2,4 MB).
Das Lightboard wurde nur mit den Händen bedient und
die IR Sensoren waren noch nicht abgeglichen.
Mit weißen Handschuhen und Abgleich habe ich den sicheren
Erkennungsabstand zum Gerät auf ca. 45 cm vergrößern
können.
Das aktuelle Betriebssystem 1.04 läuft absolut stabil
und beinhaltet ein Programm zum Selbsttest sowie zur Überwachung
der Speicherbatterie.
Die IR Sensoren können zum Abgleich auf gleiche Erkennungswerte
mit unterschiedlicher Software betrieben werden
(alle Versionen sind im Download enthalten).
Die technischen Daten sind:
MIDI-Controller ohne eigene Klangerzeugung
MIDI-Kanal frei wählbar
8 Abstandssensoren mit Velocity
und stufenlosem Aftertouch Velocity stufenlos einstell-
und in jedem Programm speicherbar
Aftertouchziel programmierbar
(Aftertouch, Modulation,
Breath, Pitch Bend Up/Down, Gen. Purp. 1/2, Off) 2 x 2 stufenlose Abstandssensoren
für Controller, Ziel ist programmierbar
(Aftertouch, Modulation,
Breath, Pitch Bend Up/Down, Gen. Purp. 1/2, Off) Superhelle LEDs zur Visualisierung
aller Betriebszustände Anschluss für Fußtaster,
Ziel ist programmierbar
(Sustain, Sustenuto, Portamento,
Gen. Purp. 5/6/7/8, Off) Anschluss für Control Pedal,
Ziel ist programmierbar
(Aftertouch, Modulation,
Breath, Pitch Bend Up/Down, Gen. Purp. 1/2, Off) Tonzuordnung und Belegung
aller Controller in 50 Programmen speicherbar
Einsatzhöhe und Stärke
des Aftertouch einstellbar
Erfassungsgrenzen der IR-Sensoren
einstellbar
Regler für Volume
wahlweise sofortiger oder transparenter
Programmwechsel
Standby Schalter (Beleuchtung
und MIDI abgeschaltet)
Gleichzeitiges Abschalten
aller Noten/Controller (Panikfunktion)
Einfache Programmierung der Tonhöhen
über ein beliebiges MIDI-Keyboard
Test der RAM-Batterie beim Einschalten
inkl. Reinitialisierung nach Wechsel des NOVRAMs
Umfangreiches Testprogramm eingebaut
(Selbsttest)
Nachtrag:
In einem Testbericht im Internet wurde das Lightboard als
"nicht live-tauglich aufgrund der Abmaße" bezeichnet.
Das kann ich bei einem Gewicht von 13,5 kg und den Abmaßen
Breite 129 cm, Tiefe 85 cm und Höhe 16 cm nicht wirklich
nachvollziehen.
Und mit dem Transportgriff in der inneren Mitte des Geräts
lässt sich das Lightboard problemlos durch die Gegend schleppen. ;-)
Das fertige Lightboard ohne und mit Nebel:
Die eingebaute Elektronik:
Das Bedienpanel enthält bis auf 3 Wippschalter alle
Bedienelemente und wird ausschließlich über Steckverbinder
mit den anderen Teilen des Lightboards verbunden
Die Platine wird über Abstandshalter mit der Aluminiumfrontplatte
verschraubt:
Die CPU und das 5V Netzteil sind (bis auf den Transformator)
auf einer weiteren Platine untergebracht.
Auch hier sind sämtliche Verbindungen über Steckverbinder
realisiert worden.
Diese Platine wird (mit den Lötseiten zueunander) über
Abstandshalter mit dem Bedienpanel verschraubt
Trafo des Netzteils und elektronisches Relais für den
Trafo der Beleuchtungseinheiten.
Wiederum sind alle Verbindungen gesteckt:
Einer der zwölf IR-Sensoren.
Der Aufbau ist so ausgeführt, dass die Sensoren in die
Löcher für die Displayscheiben gesteckt werden und
zu Abgleichzwecken
leicht wieder ausgebaut werden können.
Da die IR-Dioden nur einen sehr kleinen Radius "sehen"
dürfen (die Sensoren liegen nur 20 cm auseinander!) habe
ich davor
abgesägte Kunststoffhüllen von 6,3 mm Klinkensteckern
montiert. Funktioniert perfekt!
Zur Minimierung der direkten Einstrahlung durch die IR-LED
habe ich sowohl die Displayscheiben wie auch die Montageplatinen
so weit wie möglich mit schwarzem Lack versehen und
die IR-LED mit dem Reflektor verschrumpft.
Die Sensoren wurden durch unterschiedliche Abtastfrequenzen
(Softwareversionen) auf identische Erfassungswerte eingestellt:
Das Prinzip der IR-Sensoren:
Layout der Frontplatte und des Bedienpanels:
Das Leergehäuse (ich habe zum Größenvergleich
ein großes Cuttermesser dazu gelegt) und die teilbestückte
Frontplatte des Bedienpanels.
Hier ist zu erkennen, dass das Gerät mit 84 x 128 cm
reichlich groß ist.
Der Boden und die Deckplatte bestehen aus 6 mm Sperrholz,
die Seitenteile aus 16 mm MDF. Dadurch bleibt der Preis in Grenzen.
Die Lackierung ist mehrschichtig.
Zuerst graue Grundierung, dann grauer Steineffektlack von
Dupli Color und abschließend Klarlack (macht das Ganze
wasserfest).
Die Frontplatte habe ich mit einem Schwingschleifer mattiert,
mit Aufreibesymbolen beklebt und mit Klarlack überzogen.
Die Frontplatte ist mit dem Bedienpanel und der CPU im Sandwitch-Verfahren
verbunden. Dadurch ist die Elektronik sehr kompakt und servicefreundlich.
Ein Infrarotsensor mit Beleuchtung und das rückseitige
Buchsenterminal.
Es wurden nach Möglichkeit Neutrik Buchsen verwendet,
da diese sehr haltbar sind (aber leider nicht ganz billig):
Das Netzteil für den Digitalteil, der Transformator
für die Halogenlampen, sowie der Netzfilter (entstammt einem
Flipperautomaten):
Die Verdrahtung und der Einbau der fokussierbaren Halogenlampen
(Osram Hobby Halogen):
Wer das Lightboard nachbauen möchte, sei hiermit gewarnt:
Im
Netzteil sind 220V Netzspannung. Falls Ihr nicht genau wisst,
wie man damit umgeht, geht zu einem Fachmann!
Spannungen in dieser Höhe sind tödlich!!!
Der Bau ist kein Wochenendprojekt und erfordert neben reichlich
Arbeitsstunden auch große Sorgfalt und das Vermögen
selbst eingebaute Fehler auch selbst finden zu können.
Soll heißen: Der Nachbau ist nur für fortgeschrittene
Elektroniker zu empfehlen!
Schaltung und Software sind urheberrechtlich geschützt.
Privater Nachbau ist unbedingt erwünscht,
die kommerzielle Nutzung bedarf jedoch der Nachfrage bei mir!
Die Pläne und Software des Lightboards (die fehlende
Beschreibung der CPU folgt schnellstmöglich):